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Geld und Steuern

Agenturprovision

Auch genannt Provision, Booking-Provision, Agenturanteil

Der Anteil an der Gage, den die Booking-Agentur für ihre Arbeit behält, in der europäischen Clubmusik meist 10 bis 20 %. Er geht von der Artist-Seite ab, Promoter:innen zahlen nichts obendrauf.

Mit der Provision zahlt der Artist die Arbeit der Agentur an einer Show: Anfrage, Preis, Angebot, Vertrag und oft auch Advancing und Inkasso. In der europäischen Clubmusik sind 10 bis 20 % üblich, bei DJs oft 15 %. Sie geht von dem ab, was die Artist-Seite bekommt. Promoter:innen zahlen die vereinbarte Gage und nichts obendrauf.

Beispiel

[Artist A] spielt in einem Club für 2.300 € landed, die Flüge kosten 260 €. Bei 15 %:

Provision nach Anreise Provision auf die ganze Gage
Gage 2.300 € 2.300 €
Flüge −260 € −260 €
Basis der Provision 2.040 € 2.300 €
Provision (15 %) −306 € −345 €
Bleibt dem Artist 1.734 € 1.695 €

Worauf du achten solltest

  • Mach die Basis aus. Bei einem Landed Deal heißt Provision nach Anreise, dass niemand Prozente an einem Flug verdient. Bei Door- und Bonus-Deals ist die Basis der endgültige Anteil des Artists aus der Abrechnung.
  • Behalten Promoter:innen im Ausland Steuer ein, etwa die österreichische Abzugsteuer, kann die Provision vor oder nach der Steuer gerechnet werden. Beides geht, solange die Vereinbarung sagt, was gilt.
  • Ein Hotel-Buyout zahlt ein Zimmer, nicht die Show. Ob auf Geld, das Kosten ersetzt, Provision fällt, gehört in die Vereinbarung.
  • Der Artist sollte pro Show eine Abrechnung mit Gage, Kosten, Provision und Auszahlung bekommen, Zeile für Zeile. Verrechnet die Agentur Umsatzsteuer, kommt sie auf die Provision dazu.

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