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Door Deal
Auch genannt Eintrittsbeteiligung, Door Split
Der Artist bekommt einen vereinbarten Anteil an den Netto-Ticketeinnahmen, ohne Garantie. Ein voller Club zahlt gut, ein leerer wenig oder nichts.
Der Door Deal teilt das Risiko ganz. Üblich ist er bei neueren Artists, lokalen Abenden, Kollektiven mit eigenen Partys und kleinen Clubs, in denen sich niemand eine Garantie leisten kann. Läuft der Abend schlecht, kostet der Artist die Promoter:innen nichts. Ist der Club voll, kann der Artist mehr verdienen als mit einer Fixgage. „Door“ heißt hier alle Ticketeinnahmen, Vorverkauf und Abendkasse.
Beispiel
Eine Bar für 250 Leute bucht [Artist A] für 70 % der Door nach Kosten. Jedes Ticket bringt 12 € nach Umsatzsteuer, die vereinbarten Kosten (Ton, Einlass, Support-Act) liegen bei 600 €.
| Zahlende Gäste | Door | Nach Kosten | 70 % für den Artist |
|---|---|---|---|
| 80 | 960 € | 360 € | 252 € |
| 160 | 1.920 € | 1.320 € | 924 € |
| 240 | 2.880 € | 2.280 € | 1.596 € |
Bei 50 zahlenden Gästen oder weniger fressen die Kosten die ganze Door auf. Der Artist geht leer aus.
Worauf du achten solltest
- Wer zählt. Klär das vor dem Einlass. Meist ist es der Bericht des Ticketsystems, dazu ein Klicker oder Bändchen an der Tür. Die Artist-Seite kann jemanden mit an die Kasse setzen.
- Gästeliste. Freier Eintritt drückt die Zahl der Zahlenden. Vereinbare für beide Seiten eine Obergrenze für die Gästeliste.
- Anreise. Ohne Garantie gibt’s meist keine Anzahlung. Klär, wer die Reise zahlt. Mit selbst bezahlten Flügen kann ein ruhiger Abend für den Artist im Minus enden.
- Am Abend abrechnen. Die Kasse wird gezählt und geteilt, bevor alle heimgehen, auf einer Abrechnung, die beide Seiten unterschreiben.
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